Infrarotheizungen sind Heizgeräte, die Infrarotstrahlen zu Erwärmungs- oder Trocknungszwecken erzeugen. Infrarotheizungen werden in der Regel mit elektrischem Strom oder Gas betrieben. Die beiden bekanntesten Beispiele sind „Infrarot-Heizstrahler“ und „Gas-Heizpilze“. Entscheidend für die Einordnung als Infrarotheizung ist der Strahlungsanteil der bei mindestens 50 % liegen muss.

Infrarotstrahlen sind elektromagnetische Wellen und liegen in einem Wellenlängenbereich von etwa 3-50 μm. Sie benötigen kein Übertragungsmedium und können sich somit auch im luftleeren Raum ausbreiten. Bekanntestes Beispiel dieses Effekts sind Sonnenstrahlen. Sie werden von der Sonne emittiert und bewegen sich ca. 150 Millionen Kilometer durch den Kosmos23 bis zur Erde. Dies bedeutet, dass Infrarotstrahlung primär nicht die Raumluft erwärmt. Lediglich der Staub-, Wasser- und Feststoffanteil, welcher immer in unserer Raumluft vorhanden ist, kann  Infrarotstrahlen absorbieren. Erwärmt werden feste Körper innerhalb des Raumes sowie seine Begrenzungen, die umschließenden Wände. Da jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes Infrarotstrahlen emittiert findet ein ständiger Austausch innerhalb eines Raumes statt. Eine Infrarotheizung erwärmt folglich den uns umgebenden Raum. Dieser reflektiert, absorbiert und emittiert diese Strahlung wieder. Es entsteht eine angenehme Temperaturzone, die vom Menschen als behaglich empfunden wird, ohne dass die Raumluft zwingend ansteigt. Da auch Infrarotheizungen einen konvektiven Anteil haben wird auch die Raumluft langsam erwärmt.

Ein sehr anschauliches Beispiel für die Funktionsweise ist der winterliche Gletscher. Trotz kalten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können Besucher ein Sonnenbad genießen. Strahlung wird absorbiert und erwärmt den Körper. Dass dabei der Schnee nicht, bzw. nur kaum schmilzt, liegt an der hohen Albedo24 des Schnees, diese bei ca. 80 % liegt25.